Sammlung

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Die Sammlung...


Sie zählt sicherlich zu den weniger bekannten Kulturschätzen der Mittelmosel, doch gehört sie zu den bedeutenden musikhistorischen Sammlungen Südwestdeutschlands: die private Sammlung historischer Tasteninstrumente, die Prof. Dr. Heiko Hansjosten in den vergangenen Jahren im Rahmen ihrer Beschäftigung mit alten Clavieren zusammengetragen haben. Die Anfänge der Sammlung gehen bis Ende der 1990er Jahre zurück; heute umfasst sie neben einigen neuzeitlichen Nachbauten antiker Instrumente mehrere Dutzend historischer Tasteninstrumente des 18., 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, die zum großen Teil spielbar und auf Anfrage für Fachpublikum zugänglich sind. Den Schwerpunkt bilden frühe Hammerklaviere aus der Zeit von 1760 bis 1840, insbesondere in Tafelform, daneben finden sich einige Hammerflügel, aber auch Clavichorde, Kielinstrumente, Orgeln, Harmoniums und diverse Sonderformen von Tasteninstrumenten sind vertreten. Zu den herausragenden Instrumenten der Sammlung zählen beispielsweise drei bundfreie Clavichorde aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - eines davon aus der Werkstatt des Christian Kintzing (1707 - 1804) in Neuwied -, der um 1820 entstandene und vermutlich einzige überlieferte Hammerflügel Johann Dietrich Rädeckers, ein Hammerflügel von Conrad Graf aus dem Jahr 1829 oder die 1791 erbaute Hausorgel von Hugh Russell.


Ziel der Sammlung ist neben dem Erhalt kulturhistorisch bedeutsamer Musikinstrumente die Entdeckung der authentischen Klangwelt der Claviere des 18. und 19. Jahrhunderts, die sich im Vergleich zum modernen Klavier durch eine ungeahnte Vielfalt auszeichnet. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Instrumentenformen wird diese Vielfalt erlebbar und erschließt die Klaviermusik dieser Zeit auf einer neuen Ebene.


Als kleinen virtuellen Einblick stellen wir Ihnen auf dieser Website wenige ausgewählte Instrumente vor. Über Fachanfragen zu diesen oder anderen Instrumenten und den Austausch mit Menschen, vor mit solchen, die ebenfalls ebenfalls eine Leidenschaft für historische Claviere pflegen, freuen wir uns.

Tafelklavier, Carl Teschemacher, 1762



Hier stellen wir Ihnen ein frühes Beispiel des deutschen Hammerklavierbaus vor: ein Tafelklavier nach Art eines Pantalons.

Tafelklavier, John Broadwood and Son, 1802



Unser Tafelklavier von John Broadwood and Son aus dem Jahr 1802 ist ein typisches Beispiel für den englischen Hammerklavierbau in den Manufakturen des frühen 19. Jahrhunderts.

Clavichord, Christopher Ganer, um 1786 / Ende 19. Jh.



Das hier beschriebene Clavichord entstand um das Jahr 1786 ursprünglich als Tafelklavier und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Clavichord umgebaut.

Clavichord, anonym, um 1830 / 1840



Das vorgestellte anonyme Clavichord ist ein Beispiel für das Fortbestehen des Clavichordbaus auch um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Hammerflügel, Boisselot et fils, 1849



Der vorgestellte Hammerflügel von Boisselot et fils aus dem Jahr 1849 spiegelt die rasante Entwicklung des Klaviers um die Mitte des 19. Jahrhunderts wider.

Tafelklavier, Pieter L. Fabritius, 1808



Unser Tafelklavier von Pieter L. Fabritius ist ein seltenes Beispiel eines Instruments holländischer Provenienz - und ein schöner Beleg für den Einzug des Empire-Stils im Klavierbau.

Tafelklaviere, Johann Philipp Heil, 1790/94



Unsere Sammlung verfügt über zwei Tafelklaviere von Johann Philipp Heil, die sich besondere handwerkliche und musikalische Qualität auszeichnen. Ein Glücksfall in doppelter Ausführung!

Miniaturclavichord, anonym, um 1825



Eine Kuriosität aus der Welt der historischen Tasteninstrumente: ein Miniaturclavichord für ein Puppenhaus aus der Zeit um 1825. Nicht wirklich zum Musizieren gebaut, kann man ihm dank instrumententypischer Bausweise doch einzelne Töne entlocken.

Hausorgel, Hugh Russell, 1791



Im England des 18. Jahrhunderts waren Hausorgeln nicht nur beliebte Instrumente des häuslichen Musizierens, sondern auch Statussymbol oder gern genommene Mitgift. Die Hausorgel von Hugh Russell aus dem Jahr 1791 befand sich im Vorbesitz der Familie von Charles Dickens.

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