Sammlung

Unsere Sammlung...

 

Sie zählt sicherlich zu den weniger bekannten Kulturschätzen der Mittelmosel, doch ist sie eine der bedeutendsten musikhistorischen Sammlungen Südwestdeutschlands: die private Sammlung historischer Tasteninstrumente, die Prof. Dr. Heiko Hansjosten und Dr. Ralf Hansjosten in den vergangenen Jahren im Rahmen ihrer Beschäftigung mit alten Clavieren zusammengetragen haben. Die Anfänge der Sammlung gehen bis Ende der 1990er Jahre zurück; heute umfasst sie neben einigen neuzeitlichen Nachbauten antiker Instrumente rund 70 historische Tasteninstrumente des 18., 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, die zum großen Teil spielbar und auf Anfrage für Fachpublikum zugänglich sind. Den Schwerpunkt bilden frühe Hammerklaviere aus der Zeit von 1760 bis 1840, insbesondere in Tafelform, daneben finden sich einige Hammerflügel, aber auch Clavichorde, Kielinstrumente, Orgeln, Harmoniums und diverse Sonderformen von Tasteninstrumenten sind vertreten. Zu den herausragenden Instrumenten der Sammlung zählen beispielsweise zwei bundfreie Clavichorde aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ein Hammerflügel von Conrad Graf aus dem Jahr 1829 oder die 1791 erbaute Hausorgel von Hugh Russell.

 

Ziel der Sammlung ist neben dem Erhalt kulturhistorisch bedeutsamer Musikinstrumente die Entdeckung der authentischen Klangwelt der Claviere des 18. und 19. Jahrhunderts, die sich im Vergleich zum modernen Klavier durch eine ungeahnte Vielfalt auszeichnet. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Instrumentenformen wird diese Vielfalt erlebbar und erschließt die Klaviermusik dieser Zeit auf einer neuen Ebene.

 

Als kleinen virtuellen Einblick stellen wir Ihnen auf dieser Website wenige ausgewählte Instrumente vor. Über Fachanfragen zu diesen oder anderen Instrumenten und den Austausch mit Menschen, vor mit solchen, die ebenfalls ebenfalls eine Leidenschaft für historische Claviere pflegen, freuen wir uns.

Tafelklavier, Carl Teschemacher, 1764

 

 

Hier stellen wir Ihnen ein frühes Beispiel des deutschen Hammerklavierbaus vor: ein Tafelklavier nach Art eines Pantalons.

Tafelklavier, John Broadwood and Son, 1802

 

 

Unser Tafelklavier von John Broadwood and Son aus dem Jahr 1802 ist ein typisches Beispiel für den englischen Hammerklavierbau in den Manufakturen des frühen 19. Jahrhunderts.

Clavichord, Christopher Ganer, um 1786 / Ende 19. Jh.

 

 

Das hier beschriebene Clavichord entstand um das Jahr 1786 ursprünglich als Tafelklavier und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Clavichord umgebaut.

Clavichord, anonym, um 1830 / 1840

 

 

Das vorgestellte anonyme Clavichord ist ein Beispiel für das Fortbestehen des Clavichordbaus auch um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Hammerflügel, Boisselot et fils, 1849

 

 

Der vorgestellte Hammerflügel von Boisselot et fils aus dem Jahr 1849 spiegelt die rasante Entwicklung des Klaviers um die Mitte des 19. Jahrhunderts wider.

Tafelklavier, John Broadwood, 1784

 

 

Das Instrument von John Broadwood aus dem Jahr 1784 zählt nicht nur zu den besonderen frühen, erhaltenen Tafelklavieren des Meisters, sondern hat auch eine besondere Geschichte: Es ist das früheste datierte Tafelklavier Broadwoods, dessen Erstbesitz bekannt ist.

Tafelklavier, Pieter L. Fabritius, 1808

 

 

Unser Tafelklavier von Pieter L. Fabritius ist ein seltenes Beispiel eines Instruments holländischer Provenienz - und ein schöner Beleg für den Einzug des Empire-Stils im Klavierbau.

Miniaturclavichord, anonym, um 1825

 

 

Eine Kuriosität aus der Welt der historischen Tasteninstrumente: ein Miniaturclavichord für ein Puppenhaus aus der Zeit um 1825. Nicht wirklich zum Musizieren gebaut, kann man ihm dank instrumententypischer Bausweise doch einzelne Töne entlocken.

Hausorgel, Hugh Russell, 1791

 

 

Im England des 18. Jahrhunderts waren Hausorgeln nicht nur beliebte Instrumente des häuslichen Musizierens, sondern auch Statussymbol oder gern genommene Mitgift. Die Hausorgel von Hugh Russell aus dem Jahr 1791 befand sich im Vorbesitz der Familie von Charles Dickens.

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